Freud und Leid liegen so nah beisammen

Ich habe lange überlegt, ob und über was ich einen Blog-Beitrag zur Weihnachtszeit mache. Erst dachte ich mir schreib über das Päckchen packen für den Weihnachtspäckchen-Konvoi. Schreiben über das Geben von Spielzueg und Büchern an die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende, aber irgendwie wäre das alles nur selbstprofilieren gewesen.

Dann dachte ich schreib gar nichts, doch auch das fühlt sich nicht gut an. Also bin ich zu dem Entschluss gekommen über meine persönliche Zerissenheit zu schreiben.

Warum bin ich zerissen, weil ich zum einen die Weihnachtszeit liebe, aber zum anderen sie mich tief traurig macht.

Warum liebe ich Weihnachten, weil diese Zeit voller schöner Düfte ist, voller Besinnlichkeit Ruhe und eine zeit des in einen Selbst schauens. Eine Zeit des gebens statt des Nehmens, zumindest für mich. Ich bin weiß Gott nicht Reich, aber ich liebe es Kinder zum strahlen zu bringen und bin äußerst Sentimental um Weihnachten herum. Am meisten Liebe ich es aber auch meine Zeit mit meienr Familie zu verbringen und die glücklichen Augen meines Engels zu sehen.

Doch hier fängt mein Zwiespalt an. Beim Thema Familie. Ja mein Sohn ist glücklich an Weihnachten und das obwohl weder meine Mutter noch mein Vater was mit uns zu tun haben wollen. Ich frage mich gerade zu Weihnachten: „Warum? Warum hassen mich beide? Warum bin ich nie gut genug?“

Vor nun 4 1/2 Jahren waren die letzten Worte meiner Mutter: „Ich lass mich nicht von dir Ausnutzen und verar….. ! Du brauchst dich nie wieder bei mir melden.!“ Warum? Weil ich mit meinem Sohn nicht zu ihr gezogen bin, nachdem sie uns hatte hängen lassen und ich ihr vor meinem Wegzug nicht Bescheid geben konnte. Wie denn auch? Sie war nicht erreichbar am Tag davor und es war ein Blitzumzug (keine 24 Stunden Vorbereitung), weil mein vorheriger Wohnort unerträglich war. Es tut noch heute weh, weil ich Sie nicht verstehe. Ich verstehe nicht wie man so konsequent negativ gegen sein Kind sein kann. Mein Kind ist mein Leben. Mir tut jeder Tag der Trennung weh 😦

Mein Vater nun den verstehe ich auch nicht. Ich habe nie in seine Familie gehört. Er hat seid nun 23 Jahren eine neue Frau mitsamt Stiefkindern an seiner Seite, welche er auch liebend gerne unterstützt. Ich pass da nicht rein. Ich bin einfach nur das schwarze Schaf mit dem unerzogenen Kind, welche ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt und sogar gegen den eigenen Vater klagen muss,da er den Unterhalt verweigert, welchen er zahlen müsste.

Aber mit wem über soetwas reden? Menschen fragen zwar, aber wenn sie die Antwort hören, dann glauben Sie es nicht und hätten es am liebsten man hätte geschwiegen, gelogen, geheuchelt oder sonst etwas. Die Wahrheit will keiner hören, dass es Eltern gibt denen ihre Kinder und Enkel egal sind. Ich hätte so gerne eine Mama an die ich mich lehnen kann, wenn mal wieder alles drunter und drüber geht. Eine Mama die sagt: Ich Liebe dich und dein besonderes Kind und bin Stolz auf dich! Aber das wird ein Wunschtraum bleiben.

Nein, es heißt weiter kämpfen und auf Unverständnis stoßen.

Der anderer Punkt der mich traurig macht. Ist das mein Sohn jedes Jahr am 1. Weihnachtstag zu seinem Vater reist. Immer für 5-8 Tage. Gerade um die Jahreszeit von seiner einzigen Familie getrennt zu sein ist für mich schwer, denn ja ich Liebe meinen Sohn, aber genau deswegen lasse ich ihn auch gehen ohne Tränen und mit einem : „Hey, viel Spaß beim Papa! Erzähl mir was der Weihnachtsmann zu ihm gebracht hat, ja? Ich hab dich lieb, mein Engel!“ Aber wenn er dann mit dem Papa in den Zug steigt und 300 km von mir fort fährt, dann weine ich, dann bricht es in mir ein und ich würde mich am liebsten nur noch verkriechen.

Klar habe ich Ablenkung, aber es tut einfach so weh mit dem ganzen drum herum. Jedes Jahr ist daher die Weihnachtszeit sehr anstrengend für mich. Und somit werde ich auch im neuen Jahr wieder sehr zerrissen sein, aber ich danke meinem Partner für jede einzelne Sekunde, die er mich in den Arm nimmt und sagt. Ich weiß wie schwer es für dich gerade ist, aber ich bin da für dich, denn genau diese Nähe brauche ich in diesen Momenten.

Ja es war ein kleiner persönlicher Einblick in mein Innenleben, aber mir lag es am Herzen zumindest mal grob zu schreiben was in mir vorgeht zu Weihnachten.

Liebe Grüße

Eure Cestralia

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