Die ersten zwei Tage im neuen Semester

So das 2. Semester startet so langsam an. Am Montag ist die erste Vorlesung ausgefallen, da der zuständige Professor erst nächste Woche da ist. Also dachte ich mir: Super! So kannst du ein paar Anträge einreichen. Hast ja nur 8 auf der To-Do-Liste. Gut. Daraus wurde dann erst einmal nichts, denn die Ämter hatten allesamt zu. Personalversammlung, da der neue Oberbürgermeister unserer Stadt seinen ersten offiziellen Tag quasi hatte. Zu seinem Start am 1.04.2015 waren ja Osterferien. Da es nicht auf der Homepage angekündigt war und ich die Regionalpresse nicht bekomme, da die eine zu teuer ist und die andre nie ankommt trotz mehrfacher Beschwerde wusste ich nichts davon. Okay. An dem einen Amt hing dann wenigstens ein Schild „Ab 10:30 Uhr sind wir wieder da“. Super da konnte ich wenigstens zeitlich noch 3 Anträge abgeben. Also bleiben noch 5.

Als dann bin ich an die Universität gefahren und hatte meine erste Vorlesung in Allgemeiner Psychologie (Nebenfach). Im Anschluss gab es dann Rechts- Organisations- und Finanzierungsstrukturen der Sozialpädagogik Teil 2 und wir wurden aufgeklärt das es Tutorien gibt. Montags von 18- 20 Uhr. Keine andre Uhrzeit. Eine andere studierende Mama und ich meldeten uns prompt und fragten, ob es nicht noch andere Optionen gibt. Nein, man kann ja nicht auf jeden Einzelfall achten bei so vielen sonst hat man 280 verschiedene Wunschtermine. Gut das unserer Uni sich mit familienfreundlich bewirbt. Wir fanden schnell heraus,dass auch anderer Tutorien in anderen Studiengängen familienunfreundlich gelegt sind und überlegen uns mal mit dem Frauenbüro zu beraten. Evt. Kann man hier künftig etwas ändern an der Universität auch wenn es uns jetzt aktuell nichts bringen wird.

Im Anschluss bin ich zur Kita geflitzt und hab meinen Engel abgeholt. Wir sind dann heim gefahren und haben den restlichen kurzen Nachmittag gemeinsam genossen. Er ist dann ins Bett und ich hab bis um Mitternacht gelernt.

Heute war nun Tag 2. Es standen 2 Seminare an. Als erstes „Organisationspädagogik im Spannungsfeld divergierender Interessen „ 215 Studenten auf einen Miniraum. Das hat wie ich es mir dachte nicht gepasst. Also fand das Seminar nicht statt. Es wurde nur verkündet, dass man 2 weitere eingerichtet hat. Ich überlege nun Freitags von 12-14 Uhr zu gehen, da ich eh um 14:30 Uhr an der Kita sein muss. Dann ist der Seminarraum hoffentlich nicht so voll, weil freitags ist doch sehr unbeliebt bei vielen wie es mir oft scheint.

Im Anschluss hatte ich „Klassikerlektüre“. Hier wurden wir eingeführt in das was uns erwartet und er sagte direkt von Anfang an, dass er zu den Texten immer ein Referat hören mag. Nach dem ich ihm während der Einführung einen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben habe (warum erörtere ich sogleich), entschloss ich mich das erste Referat zu übernehmen,da sich wie so oft jeder scheute. Aber so hab ich es dann hinter mir. Bei 50 Studenten sollte es nicht so oft vorkommen,dass ich wieder dran bin. Also halte ich nächste Woche ein Referat über die 1. Meditation von Descartes.

Warum nun Wink mit dem Zaunpfahl? Der Professor für den der Dozent arbeitet, hatte mir letztes Jahr diesen Dozenten wärmstens empfohlen, da seine Diplomarbeit um Autismus ging und das sein Fachgebiet ist, also hatte ich schon via E-Mail Kontakt zu ihm. Ich hatte dann als Beispiel während er so redete das Thema eingebracht und somit wusste er dann: Ah, da ist sie ja 😀 Wir hatten dann auch um 13:05 statt 13:45 Uhr schon Feierabend am ersten Tag und wir haben uns dann zu einen Kaffee bei Sonnenschein rausgesetzt und uns einfach mal unterhalten. Über Autismus und die Erfahrungen, die mein Sohn und ich gemacht haben. Er hat dann einen Kontakt zu einer Frau hergestellt nun, deren Sohn er früher als Schulbegleiter betreut hat und mit dieser habe ich heute Abend telefoniert und ich muss sagen. Selten so eine sympathische Person am Telefon gehabt mit so einem ähnlichen Lebensweg. Mein Dozent hat sich eine Schachtel „Merci“ verdient 😀

Nach dem Gespräch mit dem Dozenten bin ich heute nach Hause und bin dann mit meinem Sohn in die Stadt gelaufen. Ja gelaufen. Bewegung tut gut. Während wir so liefen schauten wir uns Blumen an und dann musste ich schmunzeln: „Du Mama? Wie entstand denn der Vogel? „

Ich denke ja nicht daran, dass mein Sohn gerade philosophisch wird und sage: „Der ist aus einem Ei geschlüpft.“ Sohnemann: „Nein der erste Vogel. Der erste den es gab!“ Ich so: „Ja das ist eine gute Frage. Die ist sehr schwer zu beantworten.“ Sohnemann so: „Ich glaub das Gott den erschaffen hat.“ Ich dann: „Du glaubst, aber kannst du das auch beweisen? Kannst du mir genau sagen wie Gott das gemacht hat?“ Sohnemann: „Nein. Hmm.“ Ich also: „Das ist wie mit dem Huhn und dem Ei. Keiner weiß was zu erst da war. Weil ohne das Huhn gibt es kein Ei und ohne das Ei kein Huhn.“ Sohnemann: „ Ich glaub das Huhn war zu erst da. So komplett wie es ist.“ Mama wieder gemein: „Ja aber wie ist das denn plötzlich dagewesen? Hat es Plopp gemacht und plötzlich stand da ein Huhn?!“ Schweigende stille also führte Mama fort: „ Siehst du das ist sehr schwierig und da muss man lange nachdenken, aber es ist sehr gut, dass du solche Fragen stellst und behalte dir das bei.“ Sohnemann: „Wieso?“ Und mein Abschluss war dann: „ Weil das deinen Verstand schärft und wenn du später an die Uni willst brauchst du einen scharfen Verstand.“ (Anmerkung: Sohnemann‘ s aktueller Traum ist es Veterinärmediziner zu werden) Wir unterhielten uns dann noch weiter und für mein Referat habe ich einen interessierten Probezuhörer gewonnen 😀 Schön, wenn Kinder noch wissbegierig sind.

Auf dem weiteren Weg in die Stadt trafen wir dann noch eine ältere Dame. Die sich mit uns unterhielt und Sohnemann erzählte ihr wie gerne er in die historischen Stätten und ins Museum geht und da war die Frau ganz begeistert und hatte Balsam gebende Worte für mich, da sie meint das das nicht mehr selbstverständlich ist, wenn Kinder viel draußen sind und ohne Computer und andere Konsolen sich beschäftigen. Ja dieser Balsam tat mal gut 🙂

In der Stadt haben wir uns dann ein Eis gegönnt, nachdem ich von meinem Semesterbeitrag gesparten Geld geplündert hatte, da ich nicht übermorgen ohne Geschenk für Schatzi da stehen mag, wenn er 30 wird und ich immer noch kein Pflegegeld bekomme, da meine Exkrankenkasse immer noch nicht die Fallakte an die neue versendet hat. In unserer Lieblingseisdiele wurde ich dann auch prompt wieder erkannt von einem der Kellner, ja ich glaub wir zählen nun zu den Stammgesichtern, denn er meinte: Ihr seit auch öfters hier nicht wahr? Ja sind wir. Ist halt in unseren Augen die einzige Eisdiele mit super leckerem Eis 😀 Pflichtete er uns bei und meinte, ja und das ist doof für mich. So sieht man wenn man Eis essen geht immer die Kollegen. Ja so ist das halt 😀

Heute Abend habe ich dann noch die erste Vorarbeit fürs Referat gemacht und muss das nur noch in ein Referat nun fassen. Zumindest habe ich den Text glaube ich ganz gut verstanden nun 🙂

Aber jetzt mache ich erst einmal Feierabend und kuschel mich ins Bett. Wie ist euer Semester Start verlaufen? Auch ein wenig stressig oder doch noch ganz entspannt? Auch so voller Erlebnisse oder doch eher nicht ganz so ereignisreich? Erzählt doch mal 🙂

Bis bald!

Eure Cestralia

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