Diagnose F 84.9

Heute war der lang ersehnte Termin im ATZ. Wir haben das Ergebnis, der nun 4. Diagnostik bekommen und geholfen hat es wieder nicht wirklich.

Klar ist L. hat eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, allerdings kann man diese nicht wirklich dem Autismus zuordnen, denn ja oberflächlich könnte man meinen L. ist Autist, aber wenn man tiefer schaut merkt man das L. einen tiefen Leidensdruck hat, welcher untypisch für Autisten ist. So die Therapeuten.

Allerdings darf das ATZ mit L. arbeiten, denn die F 84.9 gehört mit in ihr Handlungsfeld und so begleiten sie uns übergangsweise bis L. gut eingeschult ist. Therapeutisch wird aber ein anderer Weg empfohlen, den ich nun angehen werde.

Wichtig ist aber, dass definitiv gesehen wird, dass L. dringend einen I-Helfer für die Schule braucht. Schade ist, dass ich nicht weiß, ob es heilbar ist was L. hat oder ob er es für immer haben wird. Das bleibt nun offen.

Was hat sich sonst noch entwickelt in den Letzen Wochen diagnostisch bei L.?

Wir waren letzte Woche am SPZ. L. bekommt neue Einlagen, aber es ist nun klar ersichtlich, dass es eine Unterversorgung ist bei ihm. Nun können wir wählen zwischen alle 3 Monate 6 Spritzen Botox und mit 12 oder 13 Jahren ein OP, kein Botox und in 2-3 Jahren ein OP oder direkt die OP wählen. Hier spiele ich nun die Optionen durch. Vielleicht hat ja jemand von euch damit Erfahrungen?

Auch wird bei ihm jetzt ein Hörtest zum selektiven Hören gemacht, da man vermutet, dass er anders wie „normal“ selektiert. Der Test dient dazu, um ihm hierfür evtl. Einen Nachteilausgleich zu geben in der Schule, indem man ihn an einen bestimmten Platz setzt.

Ansonsten stehen ja fest die ICD F95.2 (Tourette Syndrom) hier wird nicht mehr dran gerüttelt und die F 92.8.

Bleibt zu sagen, dass es nun einfach heißt damit Leben zu lernen, dass wir nie wirklich wissen werden woran wir wirklich sind. Ich weiß, dass jetzt manche sagen werden sei froh, dass es kein Autismus ist, andere werden nun schadenfroh sein und ihre erhobenen Nasen weiter heben, weil sie sich als was Besseres fühlen und nun bestätigt fühlen in ihrem Irrglauben, dass ich ja Dinge nur erfinde. Aber nein dem ist nicht so, denn wer genau liest, der sieht, dass hier keine Erziehungsfehler und Irrglauben vorliegen, sondern Tatsachen, die zu einer ungenauen Diagnose führen. Klar ist, dass L. etwas hat und das es wirklich da ist und ich es mir nicht einbilde, dass er anders ist und Probleme hat. Die hat er. Was wir nicht wissen ist, ob sie für immer da sind.

Aber das sollte egal sein, denn er ist ein toller Junge und ich freue mich über die wenigen, die nachvollziehen können, dass die Situation es nicht genau zu wissen unbefriedigend ist und schwierig ist. Eine tolle Mama sagte zu mir heute, dass sie froh ist zu wissen was ihr Kind hat und wie ihrem Kind geholfen wird und zu wissen, dass sich die Möglichkeiten der Hilfe stetig entwickeln.

Das wissen wir nicht. Wir können nur hoffen, dass der neue Weg uns irgendwie weiter bringt und L. hilft.

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