Der erste Elternabend

Mittwoch hatte ich meinen ersten Schulelternabend. Der erste von vielen. Man hatte ich eine Panik. Ich weiß ja, dass es ein paar erste Vorfälle in der Schule gab und die Kinder das ja mitbekamen. Ich hatte echt Angst. Was haben die Kinder erzählt? Wie gehen die Eltern mit mir um, wenn sie merken, dass es mein Kind ist von dem die Kinder erzählten. Ja es spielten sich die größten Horrorszenarien in meinem Kopf ab. Dies führte dazu, dass ich mit einer inneren Panik und unwohl sein in der Schule ankam. Ja, 45 Minuten Busfahrt reichen da völlig aus, um mich innerlich total kirre zu machen.

In der Schule war ich dann dank meiner chronischen Überpünktlichkeit die erste, also neben den 3 Lehrern, die mit der Klasse meines Sohnes zu tun haben. So konnte ich mir aber in Ruhe die Bilder und das gebastelte ansehen. Sohnemann hat echt schön gemalt. Ich war richtig überrascht. Als es dann mehr Eltern wurden setzte ich mich auf eines dieser kleinen Stühlchen. Ja das Gerücht, dass man an einem Elternabend in der Grundschule auf viel zu kleinen Stühlen sitzt stimmt also. Es wurde ziemlich kuschelig, den von 23 Kindern kamen Eltern von 21 Kindern, zum Teil nicht allein. Wir waren also knapp 30 Elternteile.

Begonnen haben wir dann mit der Verteilung des Stundenplans. Ja nach 3 ½ Wochen hab ich ihn endlich und der Erläuterung, dabei erfuhren wir dann auch, dass die erste Fremdsprache Französisch wird. Gut evtl. hilft Sohnemann mir die Sprache zu lernen, sonst hat er bald einen Geheimsprache mir gegenüber. Ich hatte ja mal Latein. >.< Also Französisch verstehe ich gar nicht. Aber somit waren zumindest meine Fragen mal abgedeckt.

Wir machten dann noch eine Vorstellungsrunde bevor wir aus den einzelnen Fächern erzählt bekamen und beim Schreiben bzw. Deutsch stellten sich mir die Haare auf: „Schreiben nach Hören“ Aber nur in der 1. Klasse. Ich muss also lernen es auszuhalten, wenn mein Kind „Farat“ statt „Fahrrad“ schreibt oder „Kautsch“ statt „Couch“. Ich bin ehrlich ich weiß nicht, ob ich das aushalte. Begründet wird es übrigens damit, dass die Kinder sonst die Freude am Lernen verlieren, aber in der 2. Klasse vertragen sie dann Kritik und das man vorher „richtiges“ nun als „Falsch“ deklariert. Ich sehe einen völlig verwirrten Sohn vor mir, der mich des Lügens bezichtigen wird. Liebe Grundschuleltern was für Erfahrungen habt ihr mit dieser Methode gemacht?

Im Anschluss daran ging es ans eingemacht: Die Wahlen standen an für Klassenelternsprecher und Wahlvertreter. Natürlich alles ordentlich nach Protokoll, aber unsere Elterngemeinschaft war ja der Wahnsinn. Warum?

1. Wir einigten uns einstimmig darauf, dass wir in einem Durchgang wählen   und
2. Wir entschieden uns einstimmig für eine offene Wahl, also nicht so uncool Zettel schreiben, falten und auszählen.
3. Wir hatten in weniger als 5 Minuten 4 freiwillige für die Klassenelternsprecher.

Die Wahlen liefen dann auch sehr fix und ich darf mich dann jetzt Stellvertretende Klassenelternsprecherin schimpfen für die nächsten 2 Jahre. Ja, wir haben für 2 Jahre gewählt. Ein Jahr würde ja heißen wir müssen im neuen Jahr wieder wählen. Nicht mit uns 😉

Dann gab es noch ein paar Informationen zu anstehenden Festen und es wurde mitgeteilt, dass die nächsten 2 Donnerstage Eltern erwünscht wären zum Laternenbasteln. Ich werde auf jeden Fall hingehen, denn noch hat die Uni nicht wieder angefangen und somit habe ich noch Zeit. Ich freue mich schon darauf, denn das wovor ich Angst hatte geschah nicht. Mein Sohn oder auch der Schulbegleiter wurden gar nicht thematisiert. Das begeistert mich. Es kam sogar eine Mama auf mich zu und erzählte mir, dass ihr Kind extra früh da sein mag, weil es mit meinem Sohn spielen mag vor Unterrichtsbeginn. Das hat mich richtig glücklich gemacht vor allem weil das Kind auch in den Hort geht.

Am Ende vom Elternabend hatte ich dann noch einen super netten Förderlehrer, der mich nach Hause fuhr, da er in der Nähe von unserem Stadtteil wohnt. Das war super, denn sonst wäre ich 1 Stunde noch auf dem Heimweg gewesen. Wir stellten dann aber auch fest, dass die andere 1. Klasse noch im Elternabend war um kurz vor 22 Uhr. Man waren wir gut. Und ehrlich? Ich bin froh, dass unsere Elterngemeinschaft allgemein nicht darauf bedacht war es zu lange zu ziehen. So können auch gerne die nächsten Elternabende ablaufen.

Alles Liebe von einer erleichterten

Jenny

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