Stresstag des Jahres 2015

Es ist soweit. Zum Jahresende gab es doch noch einen Tag, der heute mein Organisationstalent sichtlich überforderte. Es ist einfach nur in Stress ausgeartet. Es fing damit an, dass ich heute Morgen um 5 Uhr aufstehen musste und mich fertigmachte. Um 6 Uhr stand dann der Sohn auf. Er bekam Frühstück, zog sich an und musste dann runter zum Fahrdienst. In diesen musste ich ihn reinheben, da plötzlich alles mega doof war. Nett ausgedrückt. Er fand da ganz andere Wörter für.
Nach kurzer Weile hatte ich ihn dann doch noch drin, malte ein Herzchen an die Bustür und eilte selber zu meinem Bus in Richtung Uni. Hier stand ein Seminar im Taubenschlag mit dem nächsten an. Das Erste von 8:30 Uhr bis 10 Uhr, Dozent überzog, 10:15 Uhr Seminar Nummer 2, dies ging bis 11:45 Uhr. Hier ärgerte ich mich darüber, dass ich mein Hausarbeitsthema nicht so nehmen kann wie ich mag und jetzt irgendwie was finden muss, was ich komplett nur anhand von Texten bearbeite. Eigenarbeit geht nicht. Das nervte mich, denn eigentlich wollte ich etwas mit beruflichen Wiedereinsteigern oder Studieren mit Kind machen. Ist aber leider alles ein praktisches Problem und nicht wissenschaftlich genug. Das Seminar endete pünktlich mit einem frustrierten Ich und ein Campuswechsel stand an. 12:15 Uhr Vorlesung, hier gab es den Glücksmoment des Tages, nämlich Weihnachtsgeschenke für mich ❤ , die Vorlesung musste ich aber frühzeitig verlassen, da ich dann weiter zum Hort hetzen musste, den Sohn abholen.
Am Hort angekommen war der Sohn noch an den Hausaufgaben und musste die dann unterbrechen, da wir zur Therapie mussten. Mami, stand natürlich unter Strom. Wir eilten zum Bus und an der Bushaltestelle hampelte das Kind die ganze Zeit am Pfefferkuchenmann herum, biss in das Geschenkband und ein älterer Mann motzte: „Nun geben Sie dem Kind doch was zu essen!“ (gut das das Kind erst ganz kurz vorher im Hort gegessen hatte)
Der Bus kam, wir stiegen ein, das Kind sprach etwas lauter, da ich hinter ihm durch den Bus lief, kam der nächste doofe Spruch einer älteren Dame: „Sorgen Sie gefälligst dafür das ihr Kind leiser ist!“ Gut das wir von hinten gedrängt wurde weiter durch zu gehen, sonst hätte ich mich glaube ich in all dem Stress mit dieser Dame heute angelegt. Meine Nerven waren eh schon auf Glatteis.
An der Therapie angekommen hatte ich dann etwas Ruhe vorm Sohn, aber man ist da ja nicht allein, so dass mein Kopf nicht abschalten konnte. Um 16:30 Uhr waren dann die Therapien zu Ende. Wir eilten zum Bus und mussten feststellen, dass dieser Verspätung hat. Als er kam wollten wir wieder nach hinten durch, der Bus fuhr an, gab Gas, bremste scharf der Sohn flog nach hinten gegen mich, der Pfefferkuchenmann fiel auf eine fremde Person und dann hinunter (gut das er verpackt war) und ging etwas kaputt. Ich fluchte und wir gingen weiter durch, wo ein netter junger Mann dem Sohn seinen Sitzplatz gab, danke dafür!
Am Rathaus mussten wir umsteigen und warteten sage und Schreibe 40 Minuten auf unseren Bus. Hatte ich erwähnt das dieser eigentlich alle 20 Minuten kommt? Grund waren der übliche Stau und ein Verkehrsunfall zwischen Ordnungsamt und einem Bus. Na super. Während ich dann wartete rief mein Freund an und erzählte er müsste nach der Arbeit noch schauen, ob bei seiner Mama alles okay sei. Da ging ich innerlich hoch, denn ich sah meine Zeit so dahinfliegen, denn mein Tag war noch nicht um. Der Sohn hatte Hunger und zappelte wieder am Pfefferkuchenmann herum und drehte völlig auf, der Bus kam dann irgendwann mal endlich nur kroch er  so vor sich hin und dann kamen wir zum Glück zusammen mit K. daheim an.
Daheim schlang ich eine Scheibe Brot runter, aß den halben Pfefferkuchenmann und schwang mich wieder auf zum Bus, da noch der Schulelternbeirat anstand mit Schulausschusswahl. Wieder daheim war ich dank einer lieben kollegialen Mama um 22:45 Uhr sonst wäre es nach 23 Uhr geworden. Jetzt werde ich mich ins Bett huschen und hoffentlich gut schlafen. Morgen habe ich zum Glück keine Uni. Ein Segen! Nach diesem Tag brauche ich Erholung!

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