Kurzbericht Schulbegleitung

Nachdem gestern die Nachfrage über die Kommentarfunktion im Blog kam wie es aktuell mit dem Schulbegleiter läuft, habe ich mich entschieden einen kleinen Zwischenstand zu geben, auch wenn nächste Woche die Verhandlungen für die Weiterbewilligung laufen werden.

Mit der ersten Schulbegleiterin hatten wir ja richtig Probleme und der Vertreter hatte dann übernommen. Dieser Vertreter macht auch aktuell immer noch die Schulbegleitung. Es ist jedoch nicht alles rosig.

Was ich sagen kann ist, dass der Schulbegleiter hochgradig engagiert ist und sich auch viel in die doch sehr komplexe Thematik Autismus einliest. Auch hatte er schon eine Supervision mit der Therapeutin von Sohnemann. Was wir aber merken ist, dass ihm nicht immer klar ist, wo seine Aufgaben liegen und wie er handeln soll. So hat er Sohnemann zum Beispiel in eine Schutzblase gepackt, damit keine Konflikte entstehen. Schutzblase, da er sein komplettes Umfeld gesteuert hat. Er bestimmte wer in Sohnemanns Nähe darf und wer nicht. Sohnemann reagierte sehr allergisch darauf und meinte immer wieder, dass er doch keine Privatsphäre mehr hat. Ja, mein Kind benutzte in der Tat dieses Wort.

In den Pausen kommt es, dann auch immer mal wieder zu Konflikten nun wieder, wo er sich mehr distanziert hat und leider bekomme ich manchmal die Rückmeldung, dass der Schulbegleiter vermisst wird, da ein Konflikt entstand, da der Schulbegleiter Sohnemann nicht im Blick hatte. Wieder so ein Punkt. Mehr Freiraum heißt nicht, dass man das Kind aus den Augen lässt, sondern einfach nur von einer Distanz aus beobachtet.

Im Unterricht läuft es gut, was aber auch viel dem Engagement der Klassenleitung zuzuschreiben ist, die es bezaubernd hinbekommt mit einfachen kurzen klaren Anweisung zu agieren und sehr konsequent handelt. Mein Sohn sagt liebevollerweise immer: „Frau Wolf (der Nachname ist eine reine Erfindung, die gute Dame heißt in der Realität anders 😉 ), ist zwar streng, aber ich mag sie.“

Mehr möchte ich aktuell nicht zu der Thematik schreiben, sondern erst nächste Woche, wenn der Termin mit dem Amt war und wir wissen, ob die Begleitung weiterbewilligt wird und wenn ja für wie lange und wie viele Stunden. Ich halte sie weiterhin für Notwendig, denn ohne den Schulbegleiter würde es in der Schule wohl ständig eskalieren.

Alles liebe

Jenny

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