Zwischenbericht Studium (3. Fachsemester)

Aktuell bin ich mitten in der Vorlesungszeit des 3. Fachsemesters meines Studiums. Offiziell geht es 6 Semester lang bis ich meinen Bachelor erlange. Aber es werden bei mir wohl nun 8 Semester werden, obwohl ich es ursprünglich mal in Regelstudienzeit schaffen wollte. Was hat sich also geändert?

Einiges, was ich als nicht so gravierend am Anfang empfunden hatte. Mein Sohn ist nun seit September ein Schulkind. Er geht bis um 12:10 Uhr in die Schule. Im Anschluss an den Unterricht geht er rüber in den Hort. Dort isst er und macht von Montag bis Donnerstag seine Hausaufgaben. Im Anschluss daran haben sie noch Nachmittagsangebote und eine Teezeit um 16:15 Uhr. Donnerstags haben sie oft ein Angebot, welches länger geht. Nämlich bis 18 oder 18:30 Uhr.

Klingt ja erst mal sehr positiv, wenn da nicht ein paar Feinheiten in unserem Wochenplan wären. Wie der aktuell aussieht zeige ich euch nun auf.

Wie sah meine Woche aus bevor ich was veränderte? Ich war montags von 8:30 Uhr bis 13:45 Uhr in der Universität, dienstags von 12:15 Uhr bis 15:45 Uhr, mittwochs von 8:30 Uhr bis 10 Uhr und dann von 11 bis 16 Uhr im Praktikum. Donnerstags stand dann Praktikum von 8 bis 12 Uhr an und von 14:15 Uhr bis 17:30 Uhr Uni. Freitags von 8 bis 16 Uhr nochmal Praktikum. Ein auch gut gefüllter Wochenplan also.

Nun bleibt es ja nicht so, da ich nun mal kein normales Schulkind habe, welches nachdem einfach frei hat. Nein. Mein Sohn hat einige Therapien. So musste ich montags immer schon um 13:15 Uhr die Vorlesung verlassen, um mit ihm pünktlich um 14:03 Uhr den Bus zu bekommen, da um 15 Uhr 90 Minuten Therapie anstehen, Logopädie und Physiotherapie. Dienstags holte ich ihn immer um 16 Uhr ab, da um 17 Uhr noch Autismus Therapie anstand bis 18:30 Uhr. Ein straffer Wochenanfang also.

Nun klärte es sich im Januar, dass mein Sohn noch eine Psychotherapie anfangen kann, da er sehr instabil ist und aufgebaut werden muss. Da ich aber an meine Grenzen gestoßen bin und er meine Worte nicht mehr annimmt (ich bin ja Mama und meine Aufgabe ist es immer zu sagen, dass er gut so ist wie er ist), da andere ihn diskriminieren und hänseln auf Grund seiner Beeinträchtigungen, muss ich hier externe Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Horror für mich, da ich der Ansicht bin, dass mein Kind überbelastet ist mit Therapien.

Das hat mich dazu geführt nun einiges zu ändern und auch mein Studium neu zu planen. Mein Praktikum läuft jetzt erst mal weiter wie bisher. Ich habe jetzt ca. 115 Stunden von 320 Stunden hinter mir. Wenn alles gut läuft bin ich spätestens im April fertig damit. Damit würde dann ein großer Zeitbrocken wieder zur Verfügung stehen. Eigentlich hätte ich gerne länger weitergearbeitet, da mir die Praxis wirklich Spaß macht, aber es wird einfach zu viel. Die Lernzeit und Familien Zeit kommt zu kurz.

Eine Vorlesung wurde frühzeitig durch die Dozentin beendet. Somit konnte die Psychotherapie auf den Dienstagnachmittag gelegt werden. Gleichzeitig ist die Autismus Therapie nur noch für Schul- und Elternberatung da, bis mein Sohn die Psychotherapie abgeschlossen hat. Am Montag habe ich mir dann Stress rausgenommen. Ich besuche ein Seminar und eine Vorlesung nicht mehr und werde beides wiederholen. Somit kommt es also zu der Verlängerung meiner Studienzeit.

Rausgenommen habe ich ein Seminar zu Theorien der Kultur und des Sozialen. Ein Seminar was an sich sehr spannend ist. Leider konnte ich aber die Texte zeitbedingt nie vorbereiten. Es bringt mir nichts da zu sitzen und etwas über Rousseau, Nietzsche oder Cassierer zu erörtern, wenn ich nicht folgen kann, da ich die Texte nicht kenne.

Die Vorlesung, welche ich rausgenommen habe ging über Organisations- und Institutionslehre. Sehr spannend, aber der Dozent lädt nichts hoch und trägt nur frei vor, so dass man die ganze Zeit mitschreiben muss. Nun fehlt mir aber von jeder Vorlesung eine halbe Stunde. Frustrierend, da ich mir so nicht zutraue in die Prüfung zu gehen. Wir behandelten dort unter anderem Texte von Max Weber und verschiedene Theorie Konstrukte über Macht und Gewalt. Auch der historische Kontext von der Organisation wurde erörtert und das Amt erläutert.

Ich glaube aber, dass ich mit der Verlängerung der Studienzeit den richtigen Weg gefunden habe. Ich konzentriere mich jetzt erst mal auf meine anstehende Hausarbeit, wo ich noch immer ein Thema finden muss, meine anstehende Gender und Diversity Prüfung, welche im März ansteht und mein Praktikum, sowie die Seminarvorbereitung für den Praktikumsbericht. Hier muss ich noch meine Institution erörtern. Für das dritte Semester reicht mir das jetzt erst mal. So kann ich mich auch vermehrt auf die Gesprächsführung konzentrieren, denn durch das entsprechende Seminar beobachte ich gerade gerne wie meine Kollegen im Praktikum sprechen und wie ich evtl. die Techniken sinnig anwenden könnte. Ich kann mich mittlerweile fachlich immer besser mit meinen Kollegen austauschen und Ansichten vergleichen und erfragen. Kann mir anschauen wo ich es gut finde oder was ich für mich anders machen würde. Kann aber auch nachfragen, warum Person X nun so gehandelt hat und abgleichen, sowie nochmal kritisch drüber nachdenken.

Mein Fazit: Mein Studium macht mir noch immer sehr viel Spaß und auch wenn es nun länger dauern wird, glaube ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

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