Der 2. Elternabend

Es war soweit. Am Mittwoch hatte ich den 2. Elternabend in der Schule. Dieses Mal ging es um ein ganz besonderes Thema, denn das sowas mitten im Schuljahr passieren soll gibt es nicht oft. Aus 2 Klassen werden 3.

Aktuell haben wir 2 Klassen a 24 Kinder. Für eine 1. Klasse eine ziemlich hohe Anzahl, haben wir doch in unserer Stadt auch Schulen, die mit 13 Schülern in einer Klasse gestartet sind, da sie ein nicht ganz so großes Einzugsgebiet haben. Nun sieht die Prognose für uns so aus, dass wir evtl. noch mehr Kinder bekommen werden, da unsere Schule ab dem 1.02.2016 nun noch Intensivsprachkurse anbietet für Schüler mit Migrationshintergrund und auch für Flüchtlingskinder.

Diese Intensivsprachkurse sehen so aus, dass die Kinder am Tag 2 Stunden Deutsch haben und dann am normalen Unterricht teilnehmen. Da diese Kinder dann auch berechtigt in die 1. Klasse kommen können, wenn sie das entsprechende Alter haben gab es jetzt eine Befugnis vom Amt, dass wir, wenn die Gesamtkonferenz der Schule am Montag zustimmt, unsere 1. Klassen nun zum 1.02.2016 in 3 aufteilen werden. Aus beiden der 1. Klassen werden dann 8 Kinder zur neuen Lehrerin wechseln.

Die Schule hätte theoretisch auch zum Schuljahresbeginn 3 gliedrig starten können. Praktisch ging das nicht, da sie Minuslehrerstellen hatte. Erst durch die Neuanstellung von einer neuen Lehrerin a 20 Stunden und einer Referendarin konnten wir nun auf die nötige Lehrerstundenzahl kommen.

Ärgerlich ist es natürlich für die Kinder, haben sie sich doch gerade aneinander gewöhnt. Allerdings ist es auch zu ihrem Vorteil. Wir haben neben den guten Schülern auch die Lernschwachen Schüler an der Schule bzw. die mit Konzentrationsproblemen. Diese Kinder werden in kleineren Gruppen nicht so einfach übersehen. Unsere Lehrer sehen darin eine große Chance ihnen endlich eine richtige Stütze sein zu können. Eine Begründung, die ich nachvollziehen kann, da ich gerade bei uns in der Klasse manches beobachten konnte als wir Eltern beim Laternenbasteln geholfen haben.

Wer in die neue Klasse kommt erfahren wir aber leider erst am Ende der kommenden Woche. Dadurch entstanden die Ängste, dass die Kinder überfordert sein könnten. Es steht uns Eltern aber frei unsere Kinder schon mal darauf vorzubereiten. Die Lehrer wollten es ab Mitte der Woche machen, wenn die Gesamtkonferenz die Teilung beschließt. Das ist aber eigentlich schon beschlossene Sache, denn von den Eltern gab es keinen Widerstand, weshalb die Elternvertreter des Schulausschusses der Teilung getrost zustimmen können. Leider kann ich an dieser Konferenz nicht teilnehmen, da mein Sohn dann das zweite Mal diesen Monat seine Therapien nicht in Anspruch nehmen würde.

Am Ende des eher ereignislosen Elternabends wollte ich mich dann auf den Weg zum Bus machen, doch eine Mutter meinte: „Na, komm ich fahr dich heim, wenn mein Auto eh schon rollt kann ich dich auch eben nach Hause fahren.“ Für diese Mama ein tierischer Umweg, wohnen mein Sohn und ich doch meilenweit von der Schule entfernt, da er ein Schwerpunktkind ist. Für sie eine Selbstverständlichkeit, welche für mich keine ist. Ich bin ihr sehr dankbar dafür. Eigentlich bin ich jedem dankbar, der mich schon mal heim gefahren hat nach einer Veranstaltung an der Schule, denn bis jetzt musste ich nur einmal mit dem Bus heimfahren, obwohl ich schon öfters abends vor Ort war. Eine sehr solidarische Sache der anderen Eltern und Lehrer. Danke, ihr Lieben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s