Zurück zur Achtsamkeit

Im Wintersemester 2015/2016 habe ich so ziemlich über die Stränge geschlagen. Ich dachte ich pack das. Es ist ja nur ein halbes Jahr. Nun anfangs schien das auch zu klappen. Aber in diesem Semester war ich gleich zweimal mit meinem Sohn im Krankenhaus (ihr erinnert euch? Wir hatten ja Botox-Behandlungen wegen seiner Cerebralparese). In diesem Semester hatte ich organisatorische Höchstleistungen zu absolvieren, so dass ich schon am Jahresanfang eine Vorlesung und ein Seminar nicht mehr besuchte. Ich konnte die erforderten Leistungen einfach nicht mehr bringen. Es war zu viel 16 Stunden die Woche zu arbeiten, 14 Stunden an der Uni präsent zu sein. 2 Therapien vom Sohn zu haben (zwischenzeitlich 3) und dann noch täglich 2 Stunden pendeln mit dem Bus, da die Verbindungen in unseren Stadtteil sehr schlecht sind. Hinzu das abendliche lernen. Irgendwann ging es einfach nicht mehr.

Die Prüfung im Sommersemester habe ich dann auch nur mit ach und krach gerade so bestanden, obwohl ich das Thema echt mochte. Meine Konzentration war hinüber. Ich dachte. Nach dem Praktikum wird es besser wieder, aber ich merkte wie mein Körper sich nicht regenerierte und ich in immer mehr Stress geraten bin. Besonders da seit April sich meine Muskulatur im Schulter-Nacken-Bereich immer mehr verspannte. Die Verspannungen endeten in massiven Schmerzen und Kreislaufzusammenbrüchen mit Übelkeit. Hervorgerufen durch Stress und zu Laffe Muskulatur. Ständig schwere Dinge tragen und nicht dazu kommen mal etwas Sport zu machen oder zu Entspannen, fordern ihren Tribut.

Nun stehe ich an einer Wende. Ich erhole mich jetzt und habe nun beschlossen dieses Semester nur noch eine Veranstaltung zu besuchen. Nämlich nächste Woche Freitag, die zweite Praktikumsnachbereitung. Den Rest lasse ich liegen und wiederhole ich. Ich brauch eine Pause, um Luft zu holen und um Kraft für meinen Sohn zu haben. Aber vor allem für mich. Ich brauche Me-Time.

Das Studium wird nun länger dauern, aber ich glaube es ist so besser als das ich zusammenbreche. Achtsam muss ich wieder sein und nicht ständig funktionieren. Denn das habe ich wieder viel zu Lange, funktioniert, und wenn ich das nicht mehr kann, dann haben wir Probleme. Mein Freund bekommt kein frei, damit er das Kind von der Schule /Hort holen kann. Er arbeitet in einem viel zu kleinen Betrieb. Oft ist er alleine, da der Chef auf Außenterminen ist. Die Firma dann einfach zu machen geht nicht. Sie haben ja bestimmte Öffnungszeiten.

Achtsam möchte ich auch sein, indem wir eine Wohnung suchen, die näher an Uni und Schule ist. Damit wir nicht mehr so viel pendeln müssen und auch in der Woche einfach mal Zeit haben zum Seele baumeln lassen. Denn das brauchen wir beide. Mein Sohn und ich. Zeit zum Entspannen, spielen und Spaß haben, damit wir auf unsere Seelen achten können. Damit wir eben wieder zurück zur Achtsamkeit kehren können.

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2 Gedanken zu “Zurück zur Achtsamkeit

  1. Kenne ich so gut … „ist ja nur …“ das denkt man schnell und „geht irgendwie …“ Leider ist das meist dann doch mehr, als nur präsent sein. Und selbst das schlaucht, wenn man nur noch unterwegs ist.

    Gute Entscheidung! Ich wünsche dir mehr Ruhe.

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    1. Danke dir und du hast definitiv recht. Noch jetzt bin ich erschöpft. Daher ist das auch gerade die einzige Lösung die ich sehe. Und das gibt mir dann jetzt eine Pause bis Oktober. Ich denke das sollte reichen zum erholen.

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