Ein vorgeburtstaglicher Rückblick

Aktuell steht hier alles im Zeichen von Geburtstag. In 13 Tagen, echt schon so bald, wird mein Sohn endlich 8. Eine stolze Zahl. Wenn ich so zurückdenke, ist das für mich unfassbar.
Gestern vor genau 8 Jahren habe ich mein Abiturzeugnis feierlich verliehen bekommen. Stellt euch vor ich trug einen Rock und ein Oberteil was über meinen dicken Babybauch ging und hatte mich etwas aufgehübscht. Ich ging gemeinsam mit einer Schulkameradin stolz in die Aula und die Blicke sind auf meinen Bauch gefallen. Ja, die Eltern meiner Mitschüler hatten sich wirlich die Augen gerieben, hatten sie doch davon gehört und wollten es nicht glauben, und heute bin ich seit fast 8 Jahren Mama.
Ich stand Stolz und voller Freude auf der Bühne als ich mein Zeugnis bekam. Ja, ich hatte es geschafft. Da war es, mein Abiturzeugnis. Trotz Schwangerschaft. Trotz des alleine wohnens. Denn ich hatte da schon über  2-3  Jahre eine eigene Wohnung. Klingt komisch, oder?
Und jetzt sitze ich hier und staune und möchte euch mitnehmen. Euch einen Blick in die Geburtskiste meines Sohnes werfen lassen. Euch eine persönliche Reise mit mir machen lassen. Denn diese Reise mache ich regelmäßig in einem ruhigen Moment, wenn ich die Zeit habe mich allein zu erinnern. (Wobei auch mein Sohn die Kiste kennt und manchmal schnuppern mag.)
Die Kiste selber werde ich euch nicht zeigen, denn die muss leider erneuert werden, aber einen Großteil ihres Inhaltes, bedeutet, aus persönlichen  Gründen nicht alles.

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 Hier einmal die schöne Sammlung. Auf dem Armband steht mein Geburtsname, der aber nicht identisch mit dem meines Sohnes ist.

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Diese Karte schenkte mir meine Patentate. Das Gedicht stammt, wie oben steht, von Bettina Wegner, und ist für mich immer ein wichtiges Vorbild.

 

 

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An dem Tag sollte eigentlich eine Vorsorge sein, aber da war er schon 8 Stunden und 53 Minuten auf der Welt.

 

Die Karten stammen alle aus der Familie meines Exmannes, bis auf die Karte meiner Patentante und der Karte die vorne diese 3 farblichen Flecken hat. Die ist mir persönlich auch sehr wichtig, denn die stammte von meinem Schuldirektor.
Von dem Mann, der es mir möglich machte. Mein Abitur zu schreiben. Der Mann der dafür sorgte, dass ich trotz Ringelröten in der Schule meinen Abschluss machen konnte, da er Rücksprache mit dem Schulministerium hielt und mich nicht auf Grund der Schwangerschaft hängen lassen wollte. Der Mann der also dafür gesorgt hat, dass ich doch studieren kann.

Wenn ich meinem Sohn mal von einem Helden in meinem Leben erzählen werde, dann von ihm.

Diese Dinge sind für mich wertvolle Erinnerungen, denn sie zeigen mir woher wir kommen und wer noch heute wichtig ist für unser Leben. Und ja auch die Familie meines Exmannes ist noch wichtig, denn sie freut sich immer vom Enkel, Neffen etc. zu hören und noch heute hört und sieht er sie hin und wieder. Sie sind nun mal Familie für ihn und das ist auch gut so.
Die Oma kam zu Taufe und Einschulung mit ihrem neuen Lebenspartner, der Opa kam zur Taufe trotz Krebserkrankung. Er liebte seinen Enkel und er hat ihn damit so glücklich gemacht.

Ja, die Babykiste hebt Erinnerungen hervor. Erinnerungen von Geburt bis heute und das ist gut so und sie ist mein Ruhepol. Mein Pol des Glücks, denn immer wieder, wenn ich sie sehe, denke ich daran wie glücklich ich doch sein kann so einen tollen Sohn zu haben, den ich über alles Liebe.

 

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