Meine Gedanken zum Brexit

Brexit. Da ist es wirklich geschehen. Die Nachricht erreichte mich erst an der Uni. Mein Freund schrieb mir, dass sie für den Austritt gestimmt haben. Nicht vorstellbar war das für mich und so wie mir ging es ja auch anderen. So auch Mama notes.

An der Uni konnte ich mir keine Gedanken darübermachen, nach 5 Stunden Uni wollte ich es verdrängen ging einen Kaffee trinken. Mich ablenken. Bloß nicht allein sein. Doch nun muss ich mich der Realität stellen.

Brexit, ein so bitteres Wort. Verbinde ich doch mit England Zeiten meiner Kindheit.

Als ich klein war

Für mich gehörte England immer zu mir, auch wenn ich Jahre lang nicht mehr dort war. Habe ich doch Stiefverwandtschaft dort und daher früher oft mit der Fähre und meiner Familie übergesetzt. Ich erinnere mich wie wir als Kinder zusammen in England auf dem Sega spielten. Wie wir an einem Spülbecken uns wuschen, da es kein modernes Bad gab. Wie wir Baked Beans und Sausages zu Frühstück aßen. Nan Jean hat das immer so herzlich hergerichtet. Ich erinnere mich an Geborgenheit, Liebe, ein Zugehörigkeitsgefühl. Wie vermisse ich diese Tage. Das unsere Länder mal nicht mehr europäisch vereint sind konnte ich mir nie vorstellen. Für mich gehörten sie schon immer zusammen. Für mich hat England eine familiäre Beziehung ist doch mein Stiefvater Engländer, mein jüngster Bruder halb Engländer.

England
Ein Bild aus er Vergangenheit, wenn auch geschwärzt mit meinen Brüdern, meinen englischen Cousin, meiner englischen Oma und Nan Jean.

Es macht mir Angst

Zu sehen, dass die Rechten Kräfte in England es geschafft haben, dass sich Britannien nun von Europa löst. Zu sehen, dass plötzlich ein Teil der Einheit uns verlässt ein Teil der für mich immer natürlich zu mir gehört hat. Ein Teil Europas. Das erschreckt mich sehr.

Ja, ich lebe in Deutschland, aber ich sehe mich dennoch mit Europa verbunden. Ich sehe uns als eine Einheit. Wir oft war ich in anderen Ländern unseres schönen Europas, habe dort Urlaub gemacht vor allem halt in England auch. In Gloucester. Habe mich mit den Menschen dort verbunden gefühlt und jetzt brechen sie aus Europa raus. Irgendwie unvorstellbar.

Ich fühle mich naiv

Ich bin immer davon ausgegangen, dass sich Britannien klar gegen den Austritt entscheidet, dass sie ein Teil der europäischen Union bleiben. Für mich war das einfach nicht vorstellbar, dass Britannien sich von uns trennt. Dass die Rechten ihre Kräfte so mobilisiert bekommen.

Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass Politiker wie von Storch, Trump, Petry, Gauland, Le Pens keine so große Macht bekommen. Doch nun steht der Weg offen für weitere Austritte. Das möchte ich nicht, das will ich nicht. Das macht mir Angst. Ich sehe alle Europäer als meine Freunde als einen Teil von mir an. Britannien gehört für mich zu mir, wie auch Spanien, Griechenland, Italien, etc.

Ich wünsche mir…

… das wir vereint bleiben, dass es nun Europa wachrüttelt. Das wir sehen, dass es gut ist einen Boateng als Nachbarn zu haben, wie mein Freund heute so schön sagte. Das unsere Demokratie wieder transparenter wird für die Bürger.

Vielleicht hat mein Freund Recht. Vielleicht wäre es nicht so ausgegangen, wenn sich ein großer Teil der britischen Bevölkerung nicht vor Verfremdung fürchten würde.

Vielleicht hätte es aber auch geholfen, wenn sie nicht auf die Lügen hereingefallen wären. Ganz perfide wurde Ihnen Geld fürs Gesundheitswesen versprochen und jetzt will das niemand mehr gesagt haben. Siehe hier ….

Vielleicht zeigt dieses Verhalten jetzt auch unseren AfD-Wählern, dass man den Rechten nicht trauen kann.

Ich habe Hoffnung…

…, dass nun Europa erwacht und sich nicht von rechten Gedankengut manipulieren lässt. Ich habe die Hoffnung, dass wir nun unsere Stimmen erheben. Gemeinsam! Und durch Taten zeigen, dass uns Europa nicht egal ist und das wir gemeinsam alles schaffen können.

Europa erheb deine Stimme. Blogger und nicht Blogger werdet laut. Lasst eure Stimme hören. Zeigt euch online und zeigt auch offline, dass wir eine Einheit sind.

Ich bin (wie Stadt, Land, Mama so schön vorlegte) Europäerin. Ihr auch?

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2 Gedanken zu “Meine Gedanken zum Brexit

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