Ein Lebenszeichen

Lange… zu lange war es still um uns. Vielleicht hätte ich früher mal schreiben sollen. Ich fühl mich zumindest nicht wohl damit, dass ich es euch nicht mitgeteilt habe. Aber es lief in den letzten Wochen nicht rund. So gar nicht rund.

Angefangen damit, dass ich ein chronisches Schmerzsyndrom entwickelt habe und seit April nur noch Schmerzen gehabt habe. Bis hin zum totalen Nervenzusammenbruch vor 5 Wochen. Es war zu viel allein zu regeln.

Wie gesagt litt ich seit April unter ständigen Schmerzen. Begleitet von Kreislaufzusammenbrüchen. Ich habe so viele Ärzte abgeklappert, aber immer hieß es nur. Ja Muskelverspannung. Aber es ist nicht einfach eine simple Verspannung. Der Auslöser ist Stress. Ganz einfach reiner Stress. In dieser Zeit konnte ich teilweise mein Kind nicht zur Schule bringen, da ich ihn nicht hätte abholen können und mein Partner, ja der bekam die Erlaubnis nicht vom Chef. Wohnen ja nicht zusammen und er knickte ein. Wie immer. Also stand ich da allein.

Dann kamen die Sommerferien und hier lief so viel aus dem Ruder. Mein Kind bekam einen heftigen Meltdown im Hort und seitdem spinnen Sie auch da rum. Mehr kann ich leider nicht dazu schreiben. Nur noch so viel, weder ATZ noch ich wissen, was wir noch anbieten können, dass der Hort ein Sicherheitsgefühl hat wieder, denn alle Konsequenzen sind auf unbestimmte Zeit gelegt bis wieder ein „Gefühl der Sicherheit“ (das kann ich doch niemals garantieren) gibt. Hinzu kam der Stress mit Anträgen.

Kurz nach den Ferien dann der nächste Punkt. Unsere Schulbegleiterin hört auf. Eine Neue/ ein Neuer noch nicht in Sicht.

Hinzu kommen Wohnungssuche und, dass mein Kind nun wieder ins Krankenhaus muss mit mir, für 4 Tage, sowie Orthesen und nun auch Nachtlagerungsschienen bekommt. Stress vorprogrammiert. Und dann war da dieses Gefühl von allein sein. Alles lastet auf mir allein. Mein Freund jammerte stetig wegen Kleinigkeiten und ich begann wortwörtlich durchzudrehen. Bis hin zu dem Punkt, wo ich ihn rausschmiss und mir nun eine Beziehungsauszeit geholt habe. Allein sein mit allem kann ich auch ohne Partner. So mein Gefühl. Ob er es jetzt verstanden hat? Ich weiß es nicht. Und ich will auch nicht vor nächster Woche mit ihm reden, denn ich brauch mein wenig Kraft gerade für den Krankenhausbesuch. Aber eigentlich möchte ich 5 Jahre nicht wegwerfen. Ich brauch nur einfach mehr Hilfe mit allem und nicht einen Menschen, der, für mich gefühlt, meine Gedanken und Sorgen nicht ernst nimmt. Denn sonst fällt es mir leichter die Dinge wirklich allein zu tragen. Aber ehrlich gesagt wünsche ich mir einfach so sehr, dass er jetzt endlich gelernt hat und sich in Zukunft anders verhält. Und auch ich werde Dinge an mir ändern, denn ich weiß, dass auch ich einige Macken habe, weil ich es gewohnt bin immer allein mit allem zu sein.

Was ich aber möchte ist wieder aktiver werden und meine Stimme wieder finden. Ideen schwirren so viele im Kopf. Themen auch. Aber noch kann ich nicht versprechen, dass es auf Anhieb klappt. Noch bin ich in der Erholungsphase. Ich hoffe ihr nehmt mir das nicht böse.

Liebe Grüße
Jenny

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7 Gedanken zu “Ein Lebenszeichen

  1. Das tut mir so leid zu hören. Ein Riesenbatzen, der da auf dir lastet, dass du letztlich eingebrochen bist, das verstehe ich total. Ich hoffe sehr für dich, dass sich dein Freund fängt und seine (mögliche und wichtige) Rolle erkennt für dich und euch. Für deinen Sohn kann ich nur Genesungswünsche schicken, das klingt wirklich schlimm. Hoffentlich bessert sich das bald.

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    1. Danke. Ja beim Kleinen ist es leider dauerhaft. Besserung nur immer über Zeit. Nervenzellen leiten nicht richtig weiter. Aber wir verhindern so nen gravierenderen Eingriff. Und dafür fahre ich gerne zum 3. Mal in 10 Monaten ins Krankenhaus. Und mit meinem Freund hoffe ich das auch. Fehlen tut er schon die letzten Tage.

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