Colour of Life (3)

Nun nach einer kleineren Pause mag ich mit euch die dritten „Colour of Life“ teilen. Mir ist es wichtig, dass Luca lernt selbstständig zu werden, soweit es geht und in dem Tempo, dass er benötigt, und an manchen Stellen klappt das schon ganz gut, auch wenn er immer noch Unterstützung braucht dabei. Ich messe uns nicht wirklich an anderen Familien mit gleichaltrigen Kindern. Wir sind nun mal nicht wie jede Familie. Wir machen Dinge in unserem Tempo.

Vor kurzem war ich nun mit Luca in einem Einkaufsladen. Er wollte unbedingt etwas von seinem Taschengeld kaufen. In der Spielwarenabteilung schauten wir daher zusammen was er sich denn leisten kann und was nicht. Nach einer Weile entschied sich Luca dann für einen Traktor von V-Tech Baby und für einen Drachen mit Minnie Maus Motive.

Beladen mit den beiden Dingen gingen wir eine Etage höher zur Kasse. Leider hat der Laden ja entschieden, dass es nur noch eine große Kasse auf einer Etage gibt. Also stellen sich alle Menschen an einer großen Schlange an, doch wir hatten Glück an dem Tag. Vor uns war nur eine ältere Dame, die eine Weile brauchte und hinter uns stand niemand. Also der perfekte Moment zum üben.

Luca legte die Gegenstände auf die Kasse und die Dame scannte sie ein und nannte den Preis von 13,98 €. Luca nahm als sein Portemonnaie und schüttete sämtliches Kleingeld aus und legte seinen Schein dazu, dann fing er mit den Münzen an abzuzählen. Die Dame wusste, dass es ohne seinen Schein nicht ausreichen würde und gab ihn den Tipp den Schein zu nehmen. Kurze Überforderung bei Luca, denn wo sollte er denn nun zu zählen anfangen? Da gab die Verkäuferin ihn den Tipp mit dem Schein zu beginnen. Also fing Luca an zu zählen. Begann mit dem Schein, dann mit 2 Euro und 1 Euro Stücken als die aufgebraucht waren kamen 50 Cent Stück hinzu und 2 mal 20 Cent, sowie ein 5 Cent Stück, ein 2 Cent Stück und ein 1 Cent Stück. Der Betrag stimmte genau.

Nun war die Verkäuferin nochmal sehr freundlich und fragte Luca, ob sie ein wenig das Geld tauschen darf, damit er weniger Münzen im Portemonnaie hat und es leichter ist. Luca nickte und sie tauschte, indem sie ihm das genau aufzeigte was sie machte, damit er das auch kontrollieren konnte. Sie nahm sich so geduldig viel Zeit für ihn. Ihre Kollegin daneben bekam das alles mit und als Luca das Geld weggepackt hatte, was übrigblieb, schenkte sie ihm ein Schokoladenherz, da er so fleißig war. Da strahlte er. Erst bekam er das was er wollte und dann noch eine Belohnung dafür, dass er sich so bemüht hatte.

Ich bin ehrlich, ich war froh über diese beiden Verkäuferinnen und möchte auf diesem Weg nochmal danken, denn nicht immer haben wir Mütter mit unseren Kindern das Glück, dass sich eine Verkäuferin noch diese Zeit nehmen kann und auch möchte und einem Kind hilft selbstständig ohne Übergriffigkeit zu zahlen. Danke!

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3 Gedanken zu “Colour of Life (3)

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